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27.06.19 
 
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23.03.19 - Aubildung in der Brandsimulationsanlage

7 Kameraden unserer Wehr und 1 Kamerad aus Fechenheim überprüften ihr Können unter realen Umständen

Am 23.03 trafen sich die 8 Kameraden um 08:00 Uhr im Feuerwehr- & Rettungs-Training Center (kurz: FRTC) der Berufsfeuerwehr Frankfurt auf der Hauptfeuerwehrwache, um dort die neu gestaltete Brandsimulationsanlage (kurz: BSA) auszutesten.

Zusammen mit 2 Kreisausbildern, welche darüber hinaus auch als sogenannte Heißausbilder geschult sind, ging es anfangs kurz in die Theorie. Nach der Einweisung, unter anderem in das richtige Verhalten in der BSA, ging es dann auch schon los.

Am Anfang wartete eine kleine Übung gemäß der Standardeinsatzregeln (kurz: SER). Angenommen wurde zum Beispiel ein Brand nach Schweißarbeiten in einer KFZ-Werkstatt mit einer vermissten Person, oder ein Feuer in einer Wohnung im 3. Stock. Alles für sich alleine schon keine leichte Aufgabe, kommt jetzt der Fakt hinzu, dass es wirklich heiß wird und dass reale, wenn auch kontrollierte Flammen bekämpft werden müssen.

Neben der Wärmegewöhnung wird hier auch zeitgleich die Strahlrohrführung geübt. Denn ein Feuer bekämpft man nicht, indem man stumpf Wasser in die Flamme haut, sondern es gehört schon wesentlich mehr dazu.

Nachdem jeder ein eigenes Übungszenario bewältigt hatte, führte die Kameraden der Weg hinunter in den „Rollover-Simulator“. Als „Rollover“ wird ein spontanes Durchzünden des Rauchgases innerhalb eines sehr luftarmen Raumes, in dem ein Feuer gerade noch so brennt, bezeichnet.
Denn beim Öffnen einer solchen Raumtür strömt schlagartig Sauerstoff in den Brandraum, welcher das beinahe erstickte Feuer, sowie die heißen Brandgase durchzünden lässt. Es folgt eine massive, bis zu 1000°C heiße Flammenwalze an der Decke des Raumes.
Um in diesem Fall richtig reagieren zu können, wurde eine solche Feuerwalze produziert, die über die Köpfe der Kameraden hinwegwaberte. Aus Übungszwecken war diese natürlich nicht so heiß, wie eine echte, aber nicht minder eindrucksvoll. Auch hier kam es wieder auf das richtige Löschen an, um nicht von der Feuerwalze eingeschlossen zu werden. Ein für die Praxis unheimlich wichtiger Aspekt!

Nach diesen eindrucksvollen Übungen hieß es wieder: Fahrzeug einsatzbereit machen und zurück zur Unterkunft.

Alle, die dabei waren, haben einen interessanten und in hohem Maße lehrreichen Vormittag erlebt. Diese Möglichkeit der Heißausbildung ist jedem Freiwilligen Feuerwehrmitglied nur wärmstens zu empfehlen. Denn Übung macht bekanntlich den Meister.

An dieser Stelle sei nochmal den beiden Kreisausbildern aus Fechenheim und Heddernheim herzlich gedankt. Denn diese haben sich nicht nur ihren freien Samstag für uns um die Ohren gehauen, sondern haben uns auch mit einer sehr ruhigen und sachlichen, aber nicht minder fachlichen Art zur Seite gestanden. Danke!

© Foto: Feuerwehr Frankfurt a. M.

 
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